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Biosphärengebiet Schwäbische Alb

14 Mit Messi im Freigehege

Am Fuße der Schwäbischen Alb erwartet Besucher des Biosphärengebiets, genauer, des Umweltbildungszentrums Listhof, eine tierische Reality Show: Dort wurde ein Freigehege für zwei verwaiste Biberkinder errichtet - damit Besucher das zweitgrößte Nagetier der Welt hautnah oder per Videoübertragung erleben können. ViO findet: Ein Bildungsprojekt für die ganze Familie, das weitere Unterstützung verdient. Die Tiere sind schon vom Namen her Superstars.

 

ABSTIMMEN UND GEWINNEN

 

Das ViOtop: Neues Zuhause für tierische Baumeister

 

Ihre Zähne bringen ganze Bäume zu Fall. Lange galt der Europäische Biber als ausgestorben, doch von Sachsen-Anhalt aus eroberte er sich zunehmend seinen alten Lebensraum zurück – und schaffte es bis nach Baden-Württemberg. Während Naturschützer jubeln, klagen wiederum Landwirte, Haus- und Gartenbesitzer über Wasserschäden und gefällte Bäume. Das „Bibermanagement“ im Biosphärengebiet Schwäbische Alb entwickelt daher technische Lösungen, um Schäden zu verhindern – und wirbt zugleich um Verständnis für seine tierischen Bewohner. In den Bau eines artgerechten Freigeheges im Umweltbildungszentrum Listhof sind seit Mai „Messi“ und „Suarez“ eingezogen, deren Mutter von einem Auto überfahren wurde. Biberbetreuer Josef Grom rettete die nur wenige Tage alten Jungtiere und zog sie mit der Flasche auf – jetzt freuen sie sich über ein eigenes Zuhause. Er ist offenbar ein Fan des FC Barcelona, tragen die beiden Tiere doch die Namen von deren Superstars. 

 

Durch ein Fenster in der Biberburg können Besucher die zahmen Tiere beobachten, die wegen ihrer menschlichen Aufzucht in freier Natur keine Überlebenschance hätten. Mit weiterer Unterstützung planen die Projektinitiatoren eine Kamera im Gehege zu installieren, die das Geschehen live im Internet überträgt. Neben spannenden Ausstellungen und Veranstaltungen vor Ort, können Biber-Begeisterte dann, wann immer sie wollen, beim Burgenbau zuschauen, der das Gehege in einen Lebensraum für viele Arten verwandelt. 

 

Das Biosphärengebiet Schwäbische Alb: Vom Militärgelände zum Naturparadies

 

Mit rund 7.000 Hektar (7 Quadratkilometer) ist der ehemalige Truppenübungsplatz Münsingen eine der größten Flächen Baden-Württembergs ohne Straßenverkehr. Er bildet das Herzstück des UNESCO anerkannten Biosphärengebiets Schwäbische Alb. Darüber hinaus prägen Hang- und Schluchtwälder die Landschaft ebenso wie Streuobstwiesen oder Wacholderheiden. Wer das 853 Quadratkilometer große Biosphärengebiet erkundet, begegnet traditionellen Schäfern mit ihren Herden oder stärkt sich mit regionalen Spezialitäten wie Alb-Mozzarella oder Alb-Apfelschorle. Im Freilichtmuseum Beuren und im Obstbaumuseum tauchen Besucher in vergangene Zeiten ein. Ein weiteres Highlight des Gebiets ist die 723 Meter lange Wimsener Höhle, die einzige mit dem Boot befahrbare Flusshöhle Deutschlands.